Menu
20160305_144117

Nissan X-Trail

Verständnissvoller Riese

 

Sympathisch.Geräumig.Sanftmütig.

Kann ein ausgewachsenes SUV, das auf Wunsch bis zu sieben Personen befördert, mit einem kleinhubigen 1,6-Liter-Turbo-Benziner so inhärent harmonieren wie Yin und Yang? Im Test überzeugte uns der X-Trail jedoch von dieser leicht schal anmutenden Kombination.

Der neu erhältliche Vernunft-Benziner leistet solide 163 PS und bewegt den 4,64 Meter langen Nissan ausreichend agil durch dichtes Stadtgewusel oder andächtig entspannt Überland. Ein Komplize für erdrückende Beschleunigungsekstasen ist der ausgewachsene Crossover erwartungsgemäß keiner. Dennoch gelingt der Sprint auf Tempo 100 knapp unter der 10-Sekunden-Marke. Die Kraft auf den Fahrbelag überträgt ein manuelles 6-Gang-Getriebe. Und zwar stets an die Vorderachse – Allradantrieb gibt es für diesen Benziner nämlich nicht.

Die technischen Daten des X-Trail:

1,6l-4-Zylinder-Turbobenzinmotor mit 163 PS und 240 Nm

Tempo 0 bis 100km/h in 9,7 Sekunden ; Spitze 200 km/h

Normverbrauch 6,4 ; Testverbrauch: 8,3l/100km

Leergewicht 1505 kg

Preise ab 25.750€ (Österreich)


20160312_155630Wenn der Gasfuß nicht allzu schwer ist, kommt man mit knapp acht Liter auf 100 km über die Runden. Das ist zwar mehr als ein ähnlich starker Diesel schluckt, schießt aber nicht übers Ziel hinaus.

20160310_075328Der Gesamtcharakter des Riesen ist eine gesunde Mischung aus Gutmütigkeit und Verlässlichkeit. Emotionsspitzen vermittelt der große Nissan selten, eher eine subtile Nachricht, dass sich der Fahrer geborgen und sicher fühlen kann.

20160305_144124Die hohen europäischen Ansprüche erfüllt der X-Trail in der „Tekna“-Ausstattungslinie. Die japanische Autoschmiede ruft hierfür einen Basispreis von 35.740 Euro auf. Begehrlichkeiten wie Voll-LED-Scheinwerfer, Navigationssystem, Panoramaglasdach und mannigfaltige Fahrassistenten sind darin abgegolten.

Fazit

Der seidenweiche Lauf, den auch kein noch so gut gedämmter Diesel hinbekommt. Für Genießer, die nicht allzu viele Kilometer im Jahr fahren, ist der X-Trail 1,6 DIG-T also durchaus eine Alternative.

Innen punktet der X-Trail mit bequemen Sitzen und formidablen Platzverhältnissen. Eine unprätentiöse Geräuschkulisse erhöht das Reisevergnügen immens. Die Fahrwerksabstimmung trifft exakt den süßen Punkt zwischen Komfort und Erdverbundenheit. Die Lenkung könnte zwar etwas direkter agieren, vermittelt aber dennoch einen ausreichenden Fahrbahnkontakt. Materialanmutung und Verarbeitungsqualität passen zum Preisniveau. In Premium-SUVs kommt zwar deutlich weniger Hartplastik zum Einsatz, dafür kosten sie aber auch gleich einige Tausender mehr.


20160312_155638Die wahrlich außergewöhnliche Farbe sticht aus der tristen Masse der schwarz-weißen SUVs hervor. Orange, oder doch Ocker? So endgültig konnten wir uns im 2-wöchigen Testzyklus nicht festlegen.

20160312_155237Farblich fügt sich der X-Trail perfekt in das HQ der Erste Bank in Wien ein.

20160312_155439Ein selten beachteter Aspekt bei Fahrzeugen der Marke Nissan ist, dass sie keinerlei „Neidfaktor“ aufweisen. Tatsächlich sind die Japaner ohne wie auch immer gearteten Nachgeschmack zu genießen. Man fährt halt ein Neues Auto, Nachbarn werden jedoch kaum mehr als zwei Gedanken an die monetäre Kraft des Besitzers verschwenden.

20160305_144117

Author: Mathias Cornelius Hofer

Ort:Wien, Österreich
Erreichbarkeit: mathias@auto-motiv.at

Unsere Seite auf FACEBOOKUnser Youtube channelBildersammlung Instagramm

Sorry no comment yet.

Leave a Comment